Open-End-Zertifikat

Ein Open-End-Zertifikat ist ein Anlageprodukt ohne Laufzeitbegrenzung. Das ermöglicht es Anlegern, so lange in das Zertifikat zu investieren, bis sie aus dem Investment aussteigen möchten. Andere Bezeichnungen für Open-End-Zertifikate sind Endlos-Zertifikate und Partizipationszertifikate

Was sind Open-End-Zertifikate?

Bei diesen Wertpapieren handelt es sich um Hebelzertifikate mit einem der folgenden Basiswerte:

  • Aktien
  • Rohstoffe
  • Indizes
  • Branchen
  • Sektoren

Open-End-Zertifikate geben Emittenten heraus. Die Zertifikate können in Deutschland über ein Depot an den Börsen in Frankfurt und Stuttgart sowie mit dem jeweiligen Emittenten gehandelt werden. Es handelt sich nicht um eine eigene Wertpapiergattung, sondern um klassische Zertifikate. Die Wertentwicklung der Papiere ist von der Kursentwicklung des Basiswertes abhängig. Der Unterschied liegt lediglich darin, dass die Papiere keine feste Laufzeit aufweisen.

Open-End-Zertifikate als Hebelzertifikate bilden den Basiswert in einem Verhältnis von 1:10, 1:100 oder 1:1.000 nach. Dadurch können die Anleger auch mit geringen Beträgen in die Zertifikate investieren und langfristig von der Kursentwicklung des Basiswertes profitieren. Ein Open-End-Zertifikat auf den Index DAX mit einem Kurs von 15.000 Punkten und einem Verhältnis von 1:100 kostet beispielsweise 150 Euro.

Risiken von Open-End-Zertifikaten

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt davor, dass Anleger bei Open-End-Zertifikaten eine „böse Überraschung“ erleben können. Das liegt daran, dass die Emittenten ein Kündigungsrecht für die Wertpapiere haben. Die Kündigung kann kurzfristig schon zum nächsten Handelstag ausgesprochen werden oder sogar am Ausgabetag der Zertifikate stattfinden. Der zurückgezahlte Betrag liegt eventuell unter dem Anlagebetrag. Das erschwert den Investoren eine langfristige Planung ihrer Geldanlage und Rendite.

Für Hebelzertifikate ohne festgesetzte Laufzeit gibt es eine Knock-out-Schwelle. Fällt das Open-End-Turbo-Zertifikat unter die Schwelle, wird es ausgebucht und der Anleger verliert sein eingesetztes Kapital. Emittenten heben sowohl die Knock-out-Schwelle als auch den Basispreis für Open-End-Turbo-Zertifikate laufend an, da auch die Kosten für das Investment konstant steigen. Die Kursentwicklung von Open-End-Zertifikaten sollten Anleger demnach im Blick behalten.

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