MSCI Emerging Markets Index

Was den Industrieländern der MSCI World Index, ist den Schwellenländern der MSCI Emerging Markets Index. Dieses Barometer des amerikanischen Indexanbieters bildet die Entwicklung von rund 1.400 Aktien aus 23 ausgewählten Schwellenländern ab. Aus Europa sind dabei Unternehmen aus Griechenland, Polen, Tschechien und Ungarn vertreten, unter den fünf mittel- und südamerikanischen Ländern sticht Brasilien heraus, zu den acht afrikanischen und vorderasiatischen Ländern gehören Südafrika, die Türkei und Saudi-Arabien. Den weitaus größten Anteil mit rund vier Fünftel des Indexwertes machen jedoch asiatische Staaten aus – darunter Taiwan, Indien, Südkorea und allen voran China.

Ähnlich zum Deutschen Aktienindex DAX wird der MSCI Emerging Markets Index nach dem Börsenwert der frei handelbaren Aktien gewichtet (Streubesitz-Marktkapitalisierung). Zudem müssen einige Bedingungen wie Wirtschaftswachstum, Liquidität und Marktzutrittsmöglichkeiten erfüllt sein. Die aktuell am höchsten gewichteten Mitglieder im MSCI Emerging Markets sind der Chiphersteller Taiwan Semiconductor, Samsung aus Südkorea sowie die chinesische Tencent. Als wichtigste Branchen im Index gelten Informationstechnologie, Finanzen, Konsumgüter und Kommunikationswerte.

Der MSCI Emerging Markets wird als Preis- und Performanceindex mit Anrechnung von Dividenden berechnet. Obwohl die Aktien der Schwellenländer insbesondere in der Finanzkrise und jüngst während der Covid-Pandemie stärker litten als die entwickelten Märkte, hat sich der Indexwert in den vergangenen 20 Jahren annähernd verfünffacht.

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