IBAN – Die internationale Bankkontonummer

Die IBAN benötigen wir für zahlreiche Überweisungen. Sie wurde bereits 2008 eingeführt, um den Zahlungsverkehr zu vereinfachen. Erfahren Sie hier mehr zur Internationalen Bankkontonummer IBAN: Welche Bedeutung hat IBAN? Wie setzt sich die IBAN zusammen und wie finde ich die Kontonummer?

IBAN: Bedeutung, Verwendung, Aufbau und Zusammensetzung

IBAN Bedeutung

IBAN ist eine standardisierte Bankkontonummer und bedeutet International Bank Account Number. Die Bankkontonummer ist international nach der ISO-Norm ISO 13616-1:2007 standardisiert und soll so den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr erleichtern.

Verwendung der IBAN

Die IBAN wird bei allen Überweisungen und Lastschriften nach dem SEPA-Standard benötigt. Auf Überweisungsträgern oder beim Online-Banking wird die IBAN dort eingetragen, wo bis zur Umstellung auf das SEPA-Verfahren die Kontonummer gefordert wurde. Außerhalb des SEPA-Raums wird zusätzlich der BIC benötigt.

SEPA steht für Single Euro Payments Area und bezeichnet den einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum. Das standardisierte SEPA-Verfahren soll den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr schneller, sicherer und günstiger machen.

BIC ist die Abkürzung für Business Identifier Code, manchmal auch SWIFT-Code genannt. Bei SEPA-Zahlungen dient der BIC als Bankkennzeichen (ähnlich der früher üblichen Bankleitzahl), um Zahlungsempfänger international einwandfrei zu identifizieren.

Aufbau und Zusammensetzung der IBAN

Die Zusammensetzung der IBAN ist immer gleich: Sie kombiniert eine Länderkennung (auch Länderkennzeichen), eine Prüfziffer, eine Bankidentifikationsnummer und eine individuelle Kontonummer.

Die folgende Grafik veranschaulicht die Zusammensetzung der IBAN:

Die Zusammensetzung der IBAN

Die IBAN hat dabei folgenden Aufbau:

  • 2-stellige Länderkennung bzw. Länderkennzeichen (in Deutschland DE)
  • 2-stellige Prüfziffer
  • Bankleitzahl und Kontonummer (bis zu max. 30 Stellen)

Die IBAN besteht in Deutschland aus insgesamt 22 Zeichen. Sie kann in anderen Ländern aber bis zu maximal 34 Stellen enthalten. Die Länge der IBAN kann sich also von Land zu Land unterscheiden.

Wo finde ich die IBAN? Wo finde ich die Kontonummer?

Bei Eröffnung Ihres Bankkontos teilt Ihnen Ihr Finanzinstitut Ihre persönliche IBAN mit. Sie finden die IBAN auch auf Ihrer girocard (Debitkarte), Ihrem Kontoauszug oder beim Online-Banking unter Ihren persönlichen Daten. Wenn Sie ein SEPA-Lastschriftmandat erstellen oder eine Überweisung ausführen wollen, müssen Sie die IBAN beim Empfänger erfragen. Beim Online-Shopping sowie auf Rechnungen wird die IBAN in der Regel aufgeführt.

Haben Sie Ihre IBAN und möchten die Kontonummer finden, können Sie sich an dem oben abgebildeten Schaubild orientieren.

Die IBAN ermitteln und überprüfen

Die IBAN lässt sich ganz einfach online mit sogenannten IBAN-Rechnern ermitteln. Dazu benötigen Sie in der Regel die Kontonummer, Bankleitzahl sowie das Land. Ohne diese Angaben können Sie die IBAN-Nummer nicht ermitteln.

IBAN-Rechner überprüfen dabei zum Beispiel nicht, ob die Kontonummer oder Bankleitzahl korrekt eingegeben ist. Fehleingaben bei Kontonummer und Bankleitzahl passieren schnell und können zur Ermittlung einer fehlerhaften IBAN führen. Kurzum: IBAN-Rechner garantieren nicht die Korrektheit bzw. Gültigkeit der ermittelten Angaben.

So wird die IBAN erstellt

Um den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr schneller und sicherer zu machen, wird jede IBAN nach einem international einheitlichen Verfahren generiert. Dieses folgt den Regeln des ECBS (European Committee for Banking Standards) und ist in der ISO 7064 per Modulo 97-10 geregelt. Entscheidend ist die IBAN-Prüfsumme, durch die sich jede IBAN überprüfen lässt.

Welche Länder nehmen am SEPA-Verfahren mit IBAN teil?

Alle EU-Staaten im Euroraum nutzen das SEPA-Zahlungssystem. Hinzu kommen diese europäischen Länder mit eigener Währung: Schweiz, San Marino, Monaco, Liechtenstein, Norwegen und Island. Selbstverständlich sind aber auch Auslandsüberweisungen in Länder, die nicht am SEPA-Verfahren teilnehmen, möglich.

Weltkarte mit farbigen Markierungen zur Verbreitung der IBAN

Seit wann wird die IBAN verwendet?

Viele deutsche Banken nutzen das SEPA-Zahlungssystem mit IBAN bereits seit 2008 für Überweisungen und Lastschriften im europäischen Zahlungsraum. Seit 2014 gilt der SEPA-Standard auch für Überweisungen im Inland. Bis 2016 erlaubten Übergangsbestimmungen noch die Nutzung von Bankkontonummer und Bankleitzahl (kurz: BLZ), um die Umstellung auf das neue SEPA-System mit IBAN zu erleichtern.

Hinweis: Bei Nicht-Euro-Überweisungen und bei Auslandsüberweisungen können evtl. Kosten oder Entgelte anfallen. Setzen Sie sich vor einer Auslandsüberweisung am besten zunächst mit dem Empfänger bzw. mit dem empfangenden Kreditinstitut in Verbindung, um mögliche Kosten vorab zu klären.

Sicherheit und Umgang mit Ihren Bankdaten

Service Icon

Sollten Sie weitere Fragen zum Thema IBAN oder Kontosicherheit haben, finden Sie hier weitere Sicherheitstipps. Selbstverständlich können Sie sich auch jederzeit an unsere Kundenbetreuer wenden.

Die IBAN gehört zusammen mit dem BIC zu den wichtigsten Kontodaten, die Sie gemeinsam mit Ihrem Namen für Bankgeschäfte und Zahlungen per Überweisung, Lastschrift oder Rechnung benötigen. Ihre Bankverbindung ist aber nicht geheim: Bei Rechnungen oder auch bei Käufen und Verkäufen im Internet wird die IBAN als Zahlungsverbindung angegeben. Nur mit diesen Angaben haben Dritte noch keinen direkten Zugriff auf Ihr Konto oder die Möglichkeit, Bankgeschäfte zu tätigen. Wer über Ihren Namen und die IBAN verfügt, könnte lediglich per Lastschriftverfahren Geld von Ihrem Konto abbuchen oder Ihre Angaben bei Online-Bestellungen nutzen. Haben Sie deshalb immer ein Auge auf Ihre Kontobewegungen.

Tipps zum sicheren Umgang mit IBAN und BIC – Checkliste

  • Behandeln Sie Ihre IBAN wie Ihre Adresse oder Telefonnummer. Bedenken Sie immer: Je weniger Ihre persönlichen Daten bekannt sind, desto geringer ist die Gefahr von Missbrauch.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Konten bzw. Ihre Umsätze
  • Melden Sie auffällige Kontobewegungen und Abbuchungen umgehend Ihrer Bank
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