GEX

Der German Entrepreneurial Index (GEX) ist ein Index der Deutschen Börse für inhabergeführte, mittelständische Unternehmen. Er enthält alle von Eigentümern dominierten Unternehmen, die im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet sind und deren Börsengang nicht länger als zehn Jahre zurückliegt. Er wurde im Januar 2005 eingeführt und die Indexbasis auf 1.000 Punkte zum 30. Juli 2004 zurückgerechnet. Der GEX wird als Performance-Index und als Kursindex berechnet.

Starke Bedeutung der Eigentümer

Anders als beim DAX und bei anderen Auswahlindizes entscheidet nicht die Marktkapitalisierung über den Zugang zum GEX. Voraussetzung für die Zulassung zum GEX ist, dass die Eigentümer zwischen 25 % und 75 % der Aktien halten sowie im Vorstand und Aufsichtsrat maßgeblich vertreten sind. Diese Bedingungen erfüllten in den ersten Jahren nach der Auflage besonders viele Unternehmen, da vor der Jahrtausendwende zahlreiche Unternehmen am Neuen Markt den Börsengang gewagt hatten. So waren 2005 rund 120 Unternehmen im GEX vertreten. Durch die Begrenzung der Zugehörigkeit auf maximal zehn Jahre schieden in den Jahren danach viele Gründungsmitglieder aus. Im Jahr 2013 gab es noch 35 Mitglieder, zum Jahresende 2022 nur noch 17.

Bedeutung hat abgenommen

Die Bedeutung des GEX hat daher in den vergangenen Jahren abgenommen. Zudem entwickelte sich der Index nach gutem Beginn schwächer als erwartet, weil zahlreiche Neuemissionen die Erwartungen enttäuschten. Anleger können über Zertifikate in den GEX investieren. Zu den prominentesten GEX-Mitgliedern zählten Ende 2022 der Maschinenbaukonzern Knorr-Bremse, der Batteriehersteller Varta, der Campingmobile-Spezialist Knaus Tabbert sowie die SMA Solar, ein Spezialist für Fotovoltaik-Systemtechnik.

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