Fremdwährungsanleihen

Mit deutschen Staatsanleihen und auch den meisten Pendants aus der Eurozone können Anleger in Nullzinszeiten kaum Rendite erzielen. Auf der Suche nach etwas mehr Zinsen wählen insbesondere professionelle Investoren alternativ Fremdwährungsanleihen. Mit diesen Rentenpapieren können Anleger ihr Geld über die ganze Welt verteilen.

Fremdwährungsanleihen unterscheiden sich in der Struktur kaum von deutschen Staatsanleihen. Auch sie sind Schuldverschreibungen mit vertraglich fixierter Tilgung. Allerdings bezieht sich der Nominalbetrag bei ihnen immer auf die jeweilige ausländische Währung, etwa den US-Dollar oder den japanischen Yen. Die Zinskupons werden ebenfalls in der Fremdwährung bezahlt. Der Gegenwert in Euro ist dagegen nicht fixiert: Er hängt vom Wechselkursverhältnis zum Zeitpunkt der Zins- oder gesamten Rückzahlung ab.

Für die Investition in Fremdwährungsanleihen gibt es mehrere Gründe. Zum einen dienen sie bei größeren Vermögen zur Währungsdiversifikation. Zum anderen bieten sie meist höhere Zinskupons als Anleihen aus der Eurozone. Die Differenz hängt von der Bonität und dem Zinsniveau in den betreffenden Ländern ab: Bei Fremdwährungsanleihen westlicher Industrienationen wie den USA, Australien oder Kanada sind die Zinsunterschiede relativ gering. Viel größer können sie bei Währungen aus den Emerging Markets ausfallen. Zweistellige Kupons sind hier bei Ländern mit geringer Bonität möglich.

Diese Chance birgt aber auch ein Risiko. Zum einen ist die Zahlungsfähigkeit dieser Hochzinsstaaten weniger sicher. Und ob sich die Investition in die fremde Währung trotz höherer Zinsen wirklich lohnt, hängt entscheidend von der Entwicklung der Wechselkurse ab. Wenn die gewählte Währung bis zur Rückzahlung am Ende der Laufzeit kräftig gegenüber dem Euro verloren hat, bleiben trotz zwischenzeitlicher Zinsüberschüsse für den Anleger Verluste

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