Dachfonds

Ein stabiles Dach bietet Schutz bei widrigem Wetter. Unter diesem Motto wurden in Deutschland 1999 Dachfonds zugelassen. Besonders populär wurden sie im Jahr 2007/2008, bevor die Abgeltungsteuer in Kraft trat. Danach ebbte das Interesse ab. Im Vergleich zu Aktien- oder Mischfonds sind Dachfonds unter Privatanlegern aktuell nicht besonders stark verbreitet.

Dachfonds sind klassische Investmentfonds. Sie investieren aber nicht in einzelne Aktien oder andere Wertpapiere, sondern in andere Investmentfonds (die sogenannten Zielfonds). Deshalb werden sie oft auch „Fund of Funds“ genannt. Die Zielfonds sind meist Aktienfonds, weil diese Anlagen langfristig die höchsten Renditen versprechen. Es gibt aber auch Dachfonds, die in Rentenfonds, Immobilienfonds oder Geldmarktfonds investieren.

Der große Vorteil von Dachfonds: Mit diesen Produkten können Anleger ihr Risiko bequem und sehr breit streuen. Das funktioniert besonders gut, wenn die Fondsgesellschaft nicht nur Fonds aus dem eigenen Hause unter das Dach packt, sondern gezielt die erfolgreichsten Fonds aus dem Markt zusammenfasst und die Auswahl zudem regelmäßig aktualisiert. Allerdings ist diese Vorgehensweise für Anleger auch nicht ganz preiswert. Denn neben dem Dachfondsmanagement muss immer auch die Managementleistung der Zielfonds honoriert werden. Und: Selbstverständlich unterliegen auch Dachfonds Kursschwankungen. Mit Kursverlusten müssen Anleger also rechnen.

In der Regel sind Dachfonds aktiv verwaltete Fonds mit einem entsprechend ausgerichteten Fondsmanagement. Vermehrt wurden in den vergangenen Jahren jedoch auch kostengünstigere Produkte aufgelegt. Sie investieren nicht in aktive Investmentfonds, sondern nach vorgegebenen Quoten in ETF-Indexfonds. Einer der bekanntesten Dachfonds auf ETF-Basis ist der ARERO-Weltfonds, der regelmäßig unter den Top Ten im comdirect Umsatzranking auftaucht. Der ARERO vollzieht über die Abbildung anerkannter Indizes die Entwicklung der drei Anlageklassen Aktien global, europäische Renten und Rohstoffe nach. Zweimal im Jahr wird die ursprüngliche Aufteilung (60 % Aktien, 25 % Renten und 15 % Rohstoffe) per Rebalancing wiederhergestellt.

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