Börse

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Die Börse ist der Ort, an dem der Kauf und Verkauf von Wertpapieren (zum Beispiel Aktien), Derivaten und fungiblen (handelbaren) Waren erfolgt. Speziell vereidigte Kursmakler ermitteln auf Basis der vorliegenden Kauf- bzw. Verkaufsaufträge börsentäglich die aktuellen Börsenkurse (Preise) und gewährleisten somit einen funktionierenden Handel. Eine weitere, häufig als synonym verwendete Bezeichnung für Börse ist der Begriff Markt. An beiden Orten treffen Käufer und Verkäufer aufeinander. Auch die Kombination Börsenmarkt findet in manchen Fällen Verwendung.

Welche Arten von Börsen gibt es?

Es existieren verschiedene Arten von Börsen. Dazu gehören unter anderem:

  • Effektenbörsen für Wertpapiere
  • Terminbörsen für Terminkontrakte
  • Warenterminbörsen für Waren (zum Beispiel Rohstoffe)

Die Börse in Deutschland

Die Deutsche Börse AG hat ihren Sitz in der Banken- und Finanzstadt Frankfurt am Main und ist unter anderem mit ihren eigenen Aktien im DAX (Deutscher Aktienindex) gelistet. Neben dem Börsenstandort Frankfurt, existieren in Deutschland noch 12 weitere Börsenplätze an denen Anleger Investments tätigen – unter anderem in Stuttgart und Berlin.

Die Abwicklung des Handels

Ursprünglich fand der Handel an der Börse immer vor Ort und persönlich statt. Das bedeutet, dass Käufer und Verkäufer sich an einem Börsenplatz getroffen und die Wertpapiere oder andere Handelswaren direkt miteinander ausgetauscht haben.

Heute erfolgt die Abwicklung der Wertpapieraufträge fast ausschließlich auf elektronischem Weg. So läuft der Handel von Wertpapieren an der Frankfurter Börse über den elektronischen Handelsplatz Xetra (Exchange Electronic Trading). Der Austausch bzw. die Ver- und Ausbuchung von Aktien und anderen Wertpapieren in einem Depot erfolgt ebenfalls digital. Händler profitieren insofern durch den elektronischen Handel, da Sie stets die Möglichkeit haben, die tagesaktuellen Börsenkurse zu überprüfen.

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Geschichte der Börse

Börsen gibt es seit annähernd 500 Jahren. Die erste entstand 1531 in Antwerpen, in Deutschland wurde die erste Börse in der Fuggerstadt Augsburg gegründet. Bis heute spielen Börsen eine wichtige Rolle bei der Kapitalanlage. Sie konzentrieren den Handel mit Gütern an einem Ort. Zudem findet dieser Handel zu vorgeschriebenen Zeiten und in der Regel unter einer (staatlichen) Aufsicht statt. Dadurch sollen ein liquider Handel, eine erhöhte Transparenz, geringe Transaktionskosten und ein gewisser Schutz vor Manipulationen gewährleistet werden. Eine Börse ist also ein Handelsmarktplatz. In Deutschland steht der börsliche Handel unter staatlicher Beobachtung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie durch Überwachungsstellen der jeweiligen Börsen.

Es gibt vier Börsenarten: Die älteste ist die Warenbörse, wo landwirtschaftliche Erzeugnisse und Rohstoffe gehandelt werden. An der Wertpapierbörse tauschen Aktien und Anleihen ihren Besitzer. An der Devisenbörse werden Fremdwährungen gehandelt. Terminbörsen schließlich sind für Warentermingeschäfte und Derivate zuständig.

 

Präsenz- und Computerbörse

In früheren Jahren wurde der Handel ausschließlich in einem Gebäude, der Börse, durchgeführt. Dort gab es in der Regel einen großen Handelssaal, wo sich die Marktteilnehmer versammelten. Makler führten dabei Angebot und Nachfrage zusammen. Heutzutage hat aber längst der Computerhandel die Marktführerschaft übernommen. So dient beispielsweise die Frankfurter Wertpapierbörse in erster Linie als Repräsentationsraum, der von den Medien gerne als Kulisse für die Berichterstattung genutzt wird.

Die größten und bekanntesten Börsenplätze der Welt befinden sich in New York (New York Stock Exchange, NASDAQ), in London (London Stock Exchange, London Metal Exchange), in Japan (Tokyo Stock Exchange) und in China mit den Börsen in Schanghai und Shenzhen. In den vergangenen Jahren gab es unter den Börsenbetreibern eine Reihe von Fusionen. So entstand unter anderem die NYSE Euronext, die in Europa die Handelsplätze aus Amsterdam, Paris, Lissabon und Brüssel vereint. Die größte deutsche Börse ist die Frankfurter Wertpapierbörse. Zudem verfügt Deutschland über Börsen in Stuttgart, München, Berlin, Düsseldorf, die Gemeinschaftsbörse Hamburg-Hannover und die Strombörse EEX in Leipzig.