Arbitrage

Der Begriff Arbitrage kommt aus dem Finanzmanagement und bezeichnet Bankgeschäfte, bei denen sich Kurs- oder Preisunterschiede sowie sinkende Zinsen ausnutzen lassen, um Gewinne zu erzielen. Eine Person, die Arbitrage betreibt, wird als Arbitrageur bezeichnet.

So funktionieren Arbitragegeschäfte im Detail

Das Wort Arbitrage stammt aus dem Französischen und wurde 1 zu 1 ins Deutsche übernommen. Ziel ist es, durch das geschickte Ausnutzen der bereits genannten Kurs-, Preis- und Zinsunterschiede Arbitragegewinne auf unterschiedlichen Märkten zu erzielen.

Ein Beispiel: An dem Handelsplatz A werden Aktien zu einem niedrigen Kurs gekauft. Diese Aktien verkauft der Arbitrageur daraufhin wieder an einem anderen Handelsplatz B zu einem höheren Kurs. So lassen sich durch Arbitrage potenziell Gewinne erzielen. Dennoch sind insbesondere durch Kursschwankungen auch Verluste nicht ausgeschlossen.

Abgrenzung: Arbitrage versus Spekulation

Die Arbitrage ist nicht mit der Spekulation zu verwechseln, die, wie der Name schon sagt, nur spekuliert. Arbitragegeschäfte zeichnen sich durch beinahe gleichzeitiges An- und Verkaufen aus. Im Vergleich zur Arbitrage ist bei der Spekulation ein höherer Profit potenziell möglich. Damit steigt aber gleichzeitig auch das Risiko höhere Verluste zu verzeichnen.

Arten der Arbitrage

Es gibt verschiedene Arten der Arbitrage, beispielsweise:

  • Devisenarbitrage
  • Ausgleichsarbitrage
  • Differenzarbitrage

Devisenarbitrage

Die Devisenarbitrage nutzt Kurs- und Preisunterschiede. Dies geschieht durch das gleichzeitige Ankaufen und Verkaufen von Objekten an unterschiedlichen Handelsplätzen.

Ausgleichsarbitrage

Bei der Ausgleichsarbitrage nutzt der Arbitrageur günstige Kauf- oder Verkaufsmöglichkeiten von Wertpapieren auf einem Teilmarkt. So können eigene Positionen ohne Gegengeschäft ausgeglichen und Preisunterschiede vermieden werden. Mit der Ausgleichsarbitrage ist es möglich, Guthaben und Salden auszugleichen. Genauso ist ein Arbitragegeschäft aber auch immer mit einem Kursrisiko verbunden.

Differenzarbitrage

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Die ursprüngliche Art des Geschäfts ist als Differenzarbitrage bekannt. Nachdem der Arbitrageur Wertpapiere an einem Handelsplatz gekauft hat, verkauft er sie gleichzeitig wieder an einer anderen Börse.

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